Kontemplation & Dialog

Liebe Interessierte

Kontemplation im Alltag bedeutet für mich die kontinuierliche, absichtsvolle Übung,  immer bewusster und „leibhaftiger“ im Hier und Jetzt des Lebens vertrauensvoll anwesend zu sein. Diese Haltung fördert sowohl den inneren Frieden, die Autonomie und  das eigenverantwortliche Handeln – wie auch die Verbundenheit zu und die  Empathie für unsere Mitmenschen und Mitwelt. Es ist ein uralter Befreiungsweg – ein lebenslanger – ausserhalb jeglicher Moral – und dennoch sehr sozial- und umweltverträglich.

Durch diese Haltung überschreiten wir unseren persönlichen Raum und sind umfassender anwesend/präsent und ansprechbar. Das fördert automatisch den Dialog, der zusammenführt statt trennt – ohne die Unterschiede zu negieren – und ist essenziell für ein respektvolles Miteinander.

Mein Anliegen/Vision: Ich staune, wie sich seit Jahrzehnten diese achtsame Haltung in unzähligen kleinen und grösseren Projekten, die sich für eine gerechte, nachhaltige und friedvolle Welt einsetzen, widerspiegelt. Leider geraten immer öfters gute Initiativen ins Stocken, weil nach leidenschaftlichem Beginn zu wenig Menschen kontinuierlich mitmachen wollen und „es doch noch so viel anderes gibt.“

Frage:

Wie können „Bessere-Welt-Inseln“ mehr zusammenrücken und zu einem stabilen „Bessere-Welt-Kontinent“ werden und gleichzeitig autonom und unkompliziert ihre spezifischen Gaben für eine „bessere Welt“ anbieten?

Und wo sind wir einzeln oder als Gruppierungen aufgerufen – gerade in unseren meist privilegierter Situationen – weitere „Räume zu öffnen“, um vorzuleben:

  • wie sich Unterschiedlichkeit gegenseitig befruchtet, wenn das angestrebte Ziel klar ist
  • wie Polarisierung und Spaltung überschritten wird, wenn wir im „offenen Modus“ anwesend sind
  • wie wir zugunsten von Kooperation, Altgedientes loslassen können
  • wie wir innehalten – aufeinander hören – innehalten – nochmals aufeinander hören, um dann gemeinsam eine vorläufige Spur zu erahnen…
  • wie wir eine Fehlerkultur pflegen
  • wie wir mit Try-and-Error weiterkommen, ohne Bewährtes über Bord zu werfen
  • wie wir uns mit unseren persönlichen Grenzen und mit unserem Nicht-Wissen zeigen können und damit sogar das gegenseitige Vertrauen stärken
  • und vieles mehr …

Kommen wir miteinander in Dialog und stärken und inspirieren uns!

MADELEINE VONLANTHEN

Eidg. anerkannte Psychotherapeutin ASP,

DAS in angewandter Spiritualität Theol. Fakultät Universität ZH

Kommunikation / Supervision / Achtsamkeit / Kontemplation

Mail: madeleine.vonlanthen@swissonline.ch